[Beendet] Woher kommt Final Fantasy? So kam die Marke zu ihrem Namen

Zum 30-jährigen Jubiläum der Final-Fantasy-Reihe widmen wir uns einer der großen Fragen der Serie: Wie kam es zu dem Namen Final Fantasy?

  • von Ann-Kathrin Kuhls am 27.07.2017, 15:58 Uhr

Final Fantasy, eine der berühmtesten japanischen Rollenspielserien, feiert dieses Jahr ihr Dreißigjähriges Entstehungsjubiläum. Mittlerweile sind die Titel ein wichtiger Bestandteil der Videospielgeschichte und aus Zusammenfassungen der beliebtesten JRPGs nicht mehr wegzudenken. Dabei wäre der erste Teil beinahe nie entstanden.

Zu Beginn der Achtziger stand Spiele-Entwickler Square nämlich kurz vor dem finanziellen Aus. Die Firma hatte seit ihrer Gründung 1983 einige kleinere Erfolge auf der Super Famicom, der große Durchbruch ließ jedoch auf sich warten.

Der letzte Versuch

Als Designer Hironobu Sakaguchi dann 1987 den Auftrag bekam, ein Rollenspiel für das NES zu entwickeln, hätte es durchaus das letzte Spiel der Firma sein können. Deswegen wird oft behauptet, Final Fantasy wäre in seiner direkten Übersetzung die letzte Fantasie des Studios gewesen. Es war aber auch der letzte Versuch von Sakaguchi selbst. Wenn auch dieses Spiel keinen Erfolg hätte, würde er wieder an die Uni gehen und das Spieleentwickeln sein lassen.

Die Entscheidung für Final Fantasy hatte aber auch einen weiteren, ganz einfachen Grund: Die Abkürzung des Titels, also FF, sieht auf Japanisch super aus. Ursprünglich sollte das Spiel auch Fighting Fantasy heißen. Da es aber schon ein Rollenspiel-Bücherreihe mit dem gleichen Namen gab, hat man sich für Final entschieden.

Laut Sakaguchi hätte es auch jedes andere Wortkombination getan, die sich mit FF abkürzen lässt. Das verriet er aber wohlweislich erst 2015. Aber egal, woher der Name kam: An Final Fantasy und Sakaguchis Team hing das Schicksal der Firma.

Bei Rollenspielen war Sakaguchi zum Glück voll in seinem Element: In seinem Design orientierte er sich an den damals bekanntesten Rollenspielen seiner Zeit: The Legend of Zelda, Dragon’s Quest, Wizardry und der Ultima-Serie. Wenn er schon ein letztes Spiel entwickeln sollte, dann wenigstens eines ganz nach seinem Geschmack.

Die große Überraschung

Doch dann geschah das Unerwartete: Final Fantasy wurde ein Riesenerfolg und hob das Unternehmen aus dem Bankrott in die Liga der großen Namen im Videospielgeschäft. Schon ein Jahr später erschien der zweite Teil. Mit dem standen die Entwickler aber vor einem Problem: Normalerweise erzählen Fortsetzungen ja die Geschichte weiter, aber Final Fantasy wurde als in sich abgeschlossene Story erdacht und konnte dementsprechend eigentlich nicht weitergeführt werden.

Deswegen übernahmen die Entwickler einfach einige Kernelemente der Geschichte für den zweiten Teil. Die Krieger des Lichts, die Kristalle als Kraftquelle und die Idee einer frei zusammenstellbaren Party schafften es alle in die Fortsetzung, während das Kampfsystem jedoch generalüberholt wurde.

Nach diesem Prinzip werden die Spiele bis heute entwickelt. Das Kampfsystem wird umgekrempelt; Grundelemente der Welt, Items, Wesen und Attacken werden von Spiel zu Spiel übernommen. So teilen sich viele Final Fantasys die gleiche Welt, spielen aber zu einer anderen Zeit mit anderen Charakteren. Die Fabula-Nova-Crystallis-Serie umfasst sogar fünf Teile der Serie, die die Entstehung und den Untergang einer Welt aus unterschiedlichen Perspektiven und verschiedenen Zeiten zeigen. 

Wiedersehen macht Freude

Normalerweise haben die Universen jedoch nichts miteinander zu tun. Dafür gibt es aber Nebenfiguren und Items, die einfach immer wieder kommen. Zum Beispiel die Chocobos: Die knallgelben Reitvögel tragen die Spieler seit 1988 durch die Welt und haben bereits ihr eigenes Titellied.

Seit Final Fantasy 3 sind auch die Mogrys immer mit dabei. Die hochintelligente und wirklich drollige Magierrasse hat es sogar in andere Titel wie Kingdom Hearts oder Secret of Mana geschafft. Die Phönixfeder belebt als Item in jedem Teil unsere Partymitglieder wieder (außer Aerith) und der Behemoth ist ein feindlicher NPC, der uns einfach nicht in Ruhe lassen kann.

Und natürlich gibt es, als dreißig Jahre andauernden Insiderwitz der Entwickler, in jedem Teil einen Cid. Der ist meist Wissenschaftler oder Erfinder. Im aktuellen Final Fantasy 15 ist Cid zum ersten Mal eine Cidney. Eine begabte Erfinderin ist die aber auch. 

Ein Cid kommt selten allein

Und die Familie der Cids wächst stetig: Von der Hauptserie existieren mittlerweile fünfzehn Teile, und das ohne Fortsetzungen wie 10-2 oder 13-2 und 13-3 mitzuzählen. Final Fantasy Tactics, ein Spin-Off von 1998, verlieh der Serie einen weitaus taktischeren Anstrich, Dissidia von 2008 ist ein Fighting Game, World of Final Fantasy spielt sich eher wie Pokémon und 2005 erschien sogar ein Ableger für Mobiltelefone, in dem wir mit Hauptfigur Cloud snowboarden können.

Aber egal ob Rollenspiel, Taktik-Abenteuer oder Fighting-Game: Final Fantasy ist seit dreißig Jahren ein fester Bestandteil in der Videospiellandschaft. Wir wünschen Otanjou-bi omedetou gozaimasu (Alles Gute zum Geburtstag)!

Und damit auch ihr was vom Seriengeburtstag habt, verlosen wir einen Schwung cooler T-Shirts zu Final Fantasy 12: The Zodiac Age. Dafür müsst ihr nur das unten beigefügte Formular ausfüllen und könnt vielleicht schon bald eines der Shirts euer eigen nennen. Ganbatte kudasai! (Viel Glück!)

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Ann-Kathrin Kuhls
Ann-Kathrin Kuhls

Erstes Spiel: Jazz Jackrabbit Lieblingsgenres: Action-Adventure, (Japan-)Rollenspiele, Strategie Lieblingsspiele/-serien: Final Fantasy, The Last of Us, Alice: Madness Returns, XCOM: Enemy Unknown