Fire Emblem Fates

Oft werden Spiele kritisiert, weil sie entweder zu schwer oder zu leicht sind. Fire Emblem Fates umgeht dieses Problem. Das rundenbasierte Strategiespiel für den 3DS gibt erscheint in gleich zwei Versionen: Einer für Einsteiger und einer für Experten.

Fire Emblem Fates war eigentlich gar nicht geplant. Sein Vorgänger, Fire Emblem Awakening, sollte ursprünglich der letzte Titel der altgedienten Strategie-Serie werden. Der wurde dann aber ein so großer Erfolg, dass Nintendo beschloss, einen Nachfolger und den damit mittlerweile vierzehnten Teil der Hauptserie zu entwickeln. Und das in ganz großem Stil: Fire Emblem Fates erscheint nämlich in zwei Versionen: In Birthright und Conquest schlagen wir uns jeweils auf eine Seite einer epischen Schlacht, einmal folgen wir unserem eigen Fleisch und Blut, und einmal unserer Adoptivfamilie.

Auch wenn sie sich in der Schwierigkeit unterscheiden, ist der Grundaufbau der beiden Versionen erst einmal gleich: Wir führen eine Armee in eine Schlacht und müssen durch strategische Überlegungen und geschickte Manöver gegen die andere Seite gewinnen. Fates ist, wie sein Vorgänger, ein rundenbasiertes Strategiespiel. Das bedeutet, dass die Kämpfe nicht in Echtzeit stattfinden, sondern Truppenbewegungen und Angriffe in einzelnen Zügen auf einem Gitternetz bestimmt werden. Hierfür eignet sich der Nintendo 3DS mit seinem Touchpad optimal.

Wie unsere Attacke ausgeht, hängt von vielen Faktoren ab: Terrain und Wetter sind von Schlachtfeld zu Schlachtfeld unterschiedlich und können zusätzlich noch mit besonderen Fähigkeiten der Spieler verändert werden. Auch die Waffen haben nicht immer den gleichen Effekt: Die Angriffswerte von Schwertern, Äxten, Magie und so weiter verhalten sich wie in einem Schere-Stein-Papier-Spiel. Schwerter schlagen beispielsweise Äxte, haben aber keine Chance gegen Lanzen.

Jede Waffe hat dabei ihre Vor- und Nachteile. Wenn ein Schwert uns zweimal hintereinander angreifen lässt, verringert es gleichzeitig unsere Verteidigung gegen Magie. Haben wir unsere Truppen erfolgreich eingesetzt, werden wir am Ende der Schlacht mit Gold und Erfahrungspunkten belohnt.

Hier zeigt sich einer der Unterschiede zwischen den Versionen: In Birthright haben wir die Möglichkeit, wie zuvor in Awakening zusätzliches Gold und Erfahrungspunkte für herausragende Leistungen zu gewinnen. In Conquest ist das nicht der Fall.

Eine weitere Besonderheit der Fire-Emblem-Serie ist, dass die Beziehungen zwischen einzelnen Kämpfern vertieft werden und sogar bis zu einer Heirat und Kindern führen können, die dann in ihrem Aussehen und ihren Fähigkeiten den Eltern gleichen. Das ist zwar ein tolles Feature, macht es aber umso trauriger, wenn wir ein Familienmitglied auf dem Schlachtfeld verlieren. Im klassischen Modus ist nämlich jeder Tod permanent. Zart besaitete Gemüter können aber in Fates einen Modus wählen, der uns erlaubt, sie wiederzubeleben.

Wer mit den beiden Perspektiven der großen Schlacht noch nicht genug Schicksale erlebt hat, kann mit Revelation, einem herunterladbaren zusätzlichen Inhalt, auch noch den Mittelweg bestreiten.

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