Dank Frostbite-Engine können die Entwickler einen Story-Modus integrieren.

FIFA 17

FIFA 17 steht 2016 unter dem Motto "Football has changed". Dementsprechend umfangreich fallen auch die Neuerungen aus. Neben erweiterten Zweikämpfen und verbesserter Grafik dank neuer Engine führt der Sportspielgigant jetzt auch einen Storymodus ein.

Die Sportsimulation aus dem Hause EA trumpfte bereits im letzten Jahr mit einer großen Neuerung: 2015 konnten wir Frauen-Mannschaften spielen. FIFA 17 setzt die Serie an Innovationen fort und bietet zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe einen Story-Modus. “The Journey” begleitet den jungen Fußballer Alex Hunter auf seinem Weg zum Profi in der englischen Premier-League.

Neben wichtigen Spielen wird Alex auch mit prägenden Ereignissen konfrontiert, deren Ausgang wir selbst bestimmen. Wie soll er reagieren, wenn statt ihm sein bester Freund für seine Lieblingsmannschaft auf dem Platz stehen darf? Gönnt er ihm den Erfolg. Oder äußerst er sich eher abfällig über seinen neuen Konkurrenten?

Mit dem neuen Dialogsystem, das an die Mass Effect-Spiele erinnert, wählen wir eine der Möglichkeiten aus, die entweder diplomatisch, aufmunternd oder feindlich sein können. Je nachdem, wie wir vor der Kamera auftreten, ändern sich die Reaktionen von Fans und auch der Presse. Der Story-Modus wird von einem Social Media-Block ergänzt, in dem Alex’ öffentlicher Auftritt in Echtzeit vom fiktiven Internet kommentiert wird.

Wenn wir als Alex auf dem Platz stehen, reicht es oft nicht, einfach nur das Spiel zu gewinnen. Jedes Match enthält zusätzliche Herausforderungen, die mit Erfahrungspunkten belohnt werden. Zehn gute Vorlagen innerhalb einer Partie beeindrucken beispielsweise unseren Trainer und sorgen dafür, dass wir mit unseren Erfahrungspunkten Alex’ Fähigkeiten verbessern können.

Auch bei der Spielmechanik hat sich jede Menge getan, an etlichen Stellschrauben wurde gedreht:

  • Standardsituationen wie zum Beispiel Eckbälle und Freistöße wurden überarbeitet. Jetzt können wir den Winkel ändern und auch die Kamera für einen besseren Überblick drehen, bei Eckbällen auf Wunsch eine Zielmarkierung bewegen.
  • Beim Einwurf sind wir ebenfalls mobiler: Unser Spieler kann jetzt eine kurze Strecke am Spielfeldrand entlanglaufen, um den richtigen Punkt zu finden.
  • Zweikämpfe, Schubser und Rempler, also die gesamte Interaktion der Spieler, wirkt dank der Frostbite-Engine nun deutlich lebensechter. Wir können zum Beispiel losspurtende Stürmer mit einem gezielten Bodycheck aus dem Konzept bringen, Zusammenstöße mit dem Torwart sind ebenfalls möglich. Außerdem lässt sich der Ball nun noch genauer vor Gegnern abschirmen – sowohl in der Defensive als auch der Offensive.
  • Das ist übrigens auch in der Luft möglich: Hohe Schüsse enden jetzt nicht mehr zwangsläufig in einem Kopfballduell. Die Spieler können den Ball auch mit ihrer Brust abfangen und in eine bestimmte Richtung abprallen lassen.
  • Auch die Intelligenz der Computergegner (und unserer computergesteuerten Mannschaft) hat sich verbessert. Die Spieler können ihre Position auf dem Spielfeld nun besser abschätzen. In FIFA 16 bestimmte einzig die Position des Kickers mit Ballbesitz, wo sich die anderen Teammitglieder verteilten. FIFA 17 ermöglicht es den anderen, Lücken in der Aufstellung zu erkennen und sich dann in dem freien Platz zu positionieren. Außerdem gibt es jede Menge neue Skillmoves und endlich auch harte platzierte Flachschüsse.

Für den mittlerweile 24. Teil der Serie hat FIFA 17 außerdem auf die Frostbite-Engine gewechselt. So nennt man das technische Grundkonstrukt, das Features wie künstliche Intelligenz, Bewegungsanimationen oder Wettereffekte und damit auch den Spielablauf festlegt. In den letzten Jahren basierte die FIFA-Reihe auf der Ignite-Engine, die von EA speziell für Sportspiele entwickelt und unter anderem auch bei Madden NFL, EA Sports UFC 2 und NHL 16 eingesetzt wurde.

Die Frostbite-Engine ist für Fans anderer EA-Titel ein alter Bekannter, denn auch bei Rollenspielen wie Dragon Age: Inquisition, Shootern wie Battlefield 4 oder Star Wars Battlefront und sogar Rennspielen wie Need for Speed kam sie schon zum Einsatz. Die Frostbite-Engine wird mittlerweile in allen neuen Spielen von EA verwendet, zuletzt in Mirror’s Edge Catalyst und demnächst auch in Mass Effect: Andromeda sowie Battlefield 1.

Dadurch haben die Entwickler erheblich mehr Möglichkeiten, die Spielmechanik, die Umgebung und natürlich die Spieler zu verändern und anzupassen. Besonders profitiert haben hier zum Beispiel die Grafikeffekte: Abendspiele finden jetzt in diesigem Flutlicht statt, und auch die Gesichtsanimationen sind bedeutend lebensechter.

Facts:

  • Fifa 17 ist der 24. Teil der Serie
  • Zum ersten Mal gibt es in FIFA 17 lizenzierte echte Trainer der internationalen Ligen wie Jürgen Klopp.
  • Für die Entwicklung arbeitete das FIFA-17-Team mit den Entwicklern von Dice (Battlefield 1) und Bioware (Dragon Age: Inquisition) zusammen.
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