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Mass Effect Andromeda im Test: Willkommen in einer neuen Galaxie

20.03.2017
Autor: Patricia Geiger
Mass Effect Andromeda Mass Effect Andromeda

Neue Galaxie, neue Aliens, neuer Held: Mass Effect Andromeda schlägt ein frisches Kapitel auf. Im Test verraten wir, was euch im Andromedanebel erwartet.

Fünf Jahre hat BioWare zwischen Mass Effect 3 und Mass Effect Andromeda verstreichen lassen. Mit dem neuesten Teil der SciFi-Rollenspiel-Serie lässt das Studio aber so gut wie alles zurück, woran sich Fans im Verlauf von drei Spielen gewöhnt haben, allen voran natürlich Serienheld Shepard und die Crew der Normandy. Fernab von Altlasten verschlägt es uns jetzt in die Andromeda-Galaxie, wo wir mit Ryder einen komplett neuen Helden an die Hand bekommen.

Alec und Sara Ryder vor der Landung in Habitat 7. Alec und Sara Ryder vor der Landung in Habitat 7.

Hoffnungen für ein neues Leben

2185 machen sich fünf Schiffe mit rund 100.000 Insassen aus der Milchstraße auf den Weg, um in der Andromeda-Galaxie eine neue Heimat zu suchen. Menschen, Asari, Turianer, Salarianer und Kroganer reisen als Teil der Andromeda Initiative in die Ungewissheit und werden dafür in einen Kryoschlaf versetzt, aus dem sie erst über 600 Jahre später bei der Ankunft in ihrer neuen Heimat wieder aufwachen. 

Die Hyperion, das Schiff der Menschen, kommt 2819 in Andromeda an und Sara bzw. Scott Ryder wird als Teil des menschlichen Pathfinder-Teams aus der Kryostase geholt. Viel Zeit zur Orientierung bleibt jedoch nicht, denn durch einen Zwischenfall geht der Titel des Pathfinders von Vater Alec an den Nachwuchs über. Der wird von der neuen Aufgabe ziemlich überfahren und auch von seinem Umfeld kritisch beäugt, schließlich war Sara bzw. Scott nicht für die Rolle vorgesehen.

Auch darüber hinaus ist nichts so gelaufen, wie es eigentlich geplant war. Die Nexus, die als neue Zentrale der Milchstraßen-Siedler geplant war, ist noch nicht fertig. Außerdem sind die anderen Archen der Asari, Turianer und Salarianer verschwunden und mit ihnen mehr als die Hälfte der Siedler, die Besatzung der Nexus hat in Teilen aus Unzufriedenheit revoltiert und wurde ins Exil verbannt. 

Die Goldenen Welten, die als Siedlungsplaneten im Heleus-Cluster der Andromeda-Galaxie vorgesehen waren, entpuppen sich ebenfalls als Enttäuschung und halten bei Weitem nicht den Hoffnungen stand. Hohe Strahlung und extreme Temperaturen machen die Planeten nur bedingt bewohnbar. Dabei könnte allerdings äußerst fortschrittliche, terraformende Alien-Technologie helfen.

Ryders Bemühungen darum rufen jedoch die Kett auf den Plan – eine feindliche Alienrasse, die selbst erst vor einigen Jahrzehnten im Cluster ankam und seitdem die einheimischen Angara terrorisiert. Die Kett streben nach der totalen Kontrolle, haben dabei aber die Rechnung ohne Ryder und die Mannschaft der Tempest gemacht.

Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht zur Story von Mass Effect Andromeda verraten. Wer jedoch die Shepard-Trilogie gespielt hat, stellt fest, dass in Andromeda einige bekannte Elemente neu interpretiert und zu einem spannenden Bild zusammengesetzt wurden. Extrem gelungen ist auch das Zusammenspiel von Story- und Nebenmissionen. Immer wieder gibt es hier Überschneidungspunkte, beispielsweise in Dialogen.

Ryder geht mit Drack und Vetra von Bord. Ryder geht mit Drack und Vetra von Bord.

Ich brauche keine Armee, ich habe einen Kroganer

Zu den Herzstücken der Mass-Effect-Spiele gehörten schon immer die Squad-Mitglieder, also die Charaktere, mit denen Shepard in den Kampf zog, sich aber auch anfreunden konnte. Unvergessen sind dabei Szenen wie das Flaschenschießen auf der Citadel mit Garrus und umso größer natürlich auch die Fußstapfen, in die das neue Team um Ryder treten muss.

BioWare hat es aber geschafft, dass uns auch die neuen Charaktere schnell ans Herz wachsen – wenn wir uns denn auf sie einlassen und sie nicht ständig mit den alten Wegbegleitern messen. Die hatten schließlich in den meisten Fällen drei Spiele lang Zeit, sich unsere Gunst zu erarbeiten. 

Mit dem ehemaligen Polizisten Liam trinken wir zum Beispiel zwischen Missionen entspannt ein Bier. Peebee hingegen lädt uns ein, ohne Gravitation mit ihr in einer Rettungskapsel einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Kroganer Drack schließlich steht seinen Artgenossen in puncto Charisma in nichts nach, wenn wir ihn zum Beispiel in einer Bar treffen. Diese Momente lassen die Charaktere echt und nachvollziehbar wirken.

Die vorher sprunghafte Peebee bekommt beispielsweise durch die Tempest erstmals eine Art festen Wohnsitz, an dem sie jederzeit gefunden werden kann und wird dadurch nervös. Das ist eine greifbare Reaktion, durch die wir den Charakter besser verstehen können. Wie Ryder darauf reagiert, bleibt natürlich uns überlassen, aber insgesamt bekommen wir durch die umfangreichen Dialoge in Mass Effect Andromeda ein deutlich tieferes Verständnis für die einzelnen Persönlichkeiten, als es in den alten Spielen einzeln betrachtet der Fall war.

Kallo Jath ersetzt Joker als Piloten. Kallo Jath ersetzt Joker als Piloten.

Die Crew der Tempest

Fast so wichtig wie die Squad-Mitglieder ist auch die Besatzung des Schiffes in den Spielen der Mass-Effect-Reihe. Und auch hier schafft es Andromeda, uns die neuen Charaktere schnell näher zu bringen. Das ständige Gezanke zwischen dem salarianischen Piloten Kallo und dem menschlichen Ingenieur Gil erinnert wahlweise an ein altes Ehepaar oder zwei kleine Kinder, die im Sandkasten um ein Förmchen streiten.

Die Asari-Schiffsärztin Lexi, die in der englischen Fassung von Schauspielerin Natalie Dormer (Game of Thrones) gesprochen wird, schießt in ihren Methoden manchmal zwar etwas übers Ziel hinaus. Dennoch hat sie das Herz aber am rechten Fleck und stets das Wohl ihrer Patienten im Sinn. Und auch Co-Pilotin Suvi, die uns unterwegs bei Planetenscans hilft, bemüht sich um das Wohlergehen der Crew. 

Die Eigenheiten der Charaktere sorgen dafür, dass sie sich schnell einprägen, wir uns aber auch immer wieder gerne mit ihnen unterhalten, um vielleicht doch noch etwas neues über sie zu erfahren. 

Der Pyjak aus Mass Effect 1 wird zum Haustier. Der Pyjak aus Mass Effect 1 wird zum Haustier.

Erinnerungen an die Milchstraße

Mass Effect Andromeda spielt zwar in einer neuen Galaxie, aber trotzdem stolpern wir immer wieder auf Rückbezüge zur Shepard-Trilogie. Das können Verwandte von bekannten Charakteren sein, aber auch viel kleinere Dinge wie zum Beispiel ein Schiffsmodell der Normandy SR-2, das wir unterwegs einsammeln können. Auch Ryder hat in der Pathfinder-Kabine ein kleines Regal für Modellfahrzeuge.

Besonders gefreut haben wir uns aber über ein ganz spezielles Haustier, das allen Spielern der Shepard-Trilogie bekannt vorkommen dürfte: Der Hamster feiert sein Comeback auf der Tempest. Wie man diesmal an den putzigen Nager kommt, verraten wir an dieser Stelle allerdings nicht.

Besitzer der Deluxe Edition von Mass Effect Andromeda können darüber hinaus noch einen Pyjak als Haustier an Bord der Tempest holen. Der Weltraumaffe, der sowohl im ersten als auch zweiten Mass Effect auftaucht, befindet sich dann nicht immer an der gleichen Stelle, sondern wandert durch die Aufenthaltsbereiche des Schiffs.

Der Archon führt die Kett an. Der Archon führt die Kett an.

Neue Galaxie = neue Aliens

Eine neue Galaxie bedeutet auch neue Alienrassen. Dabei überschüttet uns BioWare allerdings nicht mit Neuerungen, sondern beschränkt sich auf zwei neue Spezies – jeweils eine freundlich und feindlich gesinnte.

Mit den Angara bekommen wir neue Verbündete, von denen uns mit Jaal auch direkt einer als Crew-Mitglied zur Verfügung gestellt wird. Die sind den Neuankömmlingen gegenüber Story-bedingt zunächst extrem skeptisch eingestellt, allerdings können wir ihnen dieses Misstrauen zumindest teilweise nehmen und sie für uns gewinnen.

Schuld an der Misere sind die Kett, die von ihrer Art wie eine Mischung aus Geth und Reaper-Drohnen daherkommen. Angeführt werden sie vom Archon, der uns durch seine Position immer wieder an Saren im ersten Teil der Shepard-Trilogie erinnert. Und auch die Vorgehensweise der Kett kommt uns irgendwie bekannt vor.

Hinzu kommen noch die Relikte, bei denen es sich um synthetische Gegner handelt, die uns mal als Schweber, mal als zweibeinige Roboter den Weg versperren.

Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.
Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.
Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.
Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.
Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.
Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung. Andromeda bietet jede Menge optische Abwechslung.

Die Andromeda-Galaxie bietet viel Abwechslung

Beide Alienrassen treffen wir auf fast jedem Planeten an, auf dem wir landen. Hier haben wir zwar bei weitem nicht mehr so viel Auswahl wie im ersten Mass Effect, dafür sind die Gebiete auf den Planeten, auf denen wir landen dürfen, umso weitläufiger. Hinzu kommt noch, dass die Planeten extrem abwechslungsreich gestaltet sind, sowohl was die Flora angeht als auch die Farben. Lediglich die Lebewesen der Andromeda-Galaxie begegnen uns auf den Planeten immer wieder.

Zur Erforschung dient uns das Geländefahrzeug Nomad, eine Weiterentwicklung des Mako. Wir können zwischen Vier- und Sechsradantrieb wechseln, was beides eigene Vorteile (Geschwindigkeit, das Überwinden starker Steigungen) mit sich bringt. Zudem können wir dem Nomad auch diverse Upgrades verpassen, um den natürlichen Gefahren einiger Planeten (extreme Kälte, radioaktive Strahlung) standzuhalten. Bewaffnet ist der Nomad allerdings nicht mehr – wir können mit dem Fahrzeug also nur noch kleine Gegner ausschalten, indem wir sie schlicht und ergreifend überfahren.

Der Charaktereditor bietet zwar viele Einstellungsmöglichkeiten, ist aber dennoch ein Rückschritt. Der Charaktereditor bietet zwar viele Einstellungsmöglichkeiten, ist aber dennoch ein Rückschritt.

Charakter-Editor mit Schwächen

Wer so schnell wie möglich mit Mass Effect Andromeda starten möchte, dem bietet das Spiel sogar eine Schnellstart-Option mit den Standard-Charakteren Sara und Scott Ryder, deren Aussehen wir schon aus diversen Trailern und Gameplay-Videos kennen.

Wer aber lieber mit seinem eigenen Charakter ins Abenteuer starten kann, der bekommt von BioWare wieder einen Charakter-Editor an die Hand, der ähnlich umfangreich wie der von Dragon Age: Inquisition daherkommt. Allerdings ist der Editor von Mass Effect Andromeda im direkten Vergleich weniger benutzerfreundlich und bietet mehr Potenzial für skurril aussehende Charaktere, die scheinbar in den Farbtopf gefallen sind.

Zehn Ausgangsköpfe bietet uns BioWare an, die wir fast komplett nach Lust und Laune verändern können. Fast, weil uns seltsamerweise ausgerechnet die Hautfarbe der Standard-Charaktere nicht zur Verfügung steht, sondern nur ein etwas dunklerer Ton. Und auch die Auswahl an möglichen Frisuren ist zwar vielfältig, teilweise aber auch etwas fragwürdig.

Wir dürfen zudem auch nicht die Canon-Variante von Scott oder Sara Ryder als Grundlage für Veränderungen nutzen. Die Charaktermodelle sind geblockt, wir dürfen nicht einmal die Augenfarbe anpassen. Insofern ist der Editor zwar vielseitig, in gewisser Weise aber auch wieder ein Rückschritt in Sachen freier Charaktergestaltung im Vergleich zu Dragon Age: Inquisition.

Gegen den Architekten müssen wir strategisch vorgehen. Gegen den Architekten müssen wir strategisch vorgehen.

Modernes Shooter-Gameplay trifft bekannte Fähigkeiten

Die alten Mass-Effect-Spiele krankten oft an träge wirkendem Gameplay, das an manchen Stellen mehr ein Hindernis auf dem Weg zum nächsten Story-Abschnitt war.

Hier hat BioWare deutlich an den Stellschrauben gedreht: In Andromeda fühlen sich die Kämpfe schnell und dynamisch an, wozu unter anderem auch das Jumppack beiträgt. Damit können wir schnell aus der Gefahrenzone entkommen und einige Meter zwischen Ryder und den Gegner bringen.

Das Deckungssystem fügt sich in das dynamische Bild ein. Nähern wir uns mit gezogener Waffe einem geeigneten Objekt – egal ob es sich dabei um ein Fahrzeug, einen Stein oder eine Wand handelt – kauert sich Ryder automatisch dahinter oder lehnt sich an.

In Deckung regenerieren sich nach einigen Momenten ohne Schaden die Schilde, in normalen Temperaturen auch langsam die Gesundheit. In Gefahrengebieten müssen wir zudem auch die Lebenserhaltung unserer Panzerung im Auge behalten, die sich nur unter normalen Bedingungen wieder regeneriert.

Ebenfalls neu sind die Profile, die das alte Klassensystem ersetzen. Dadurch haben wir jederzeit Zugriff auf alle Fähigkeitenbereiche, also Kampf, Biotik und Technik. Die insgesamt sieben Profile bestimmen dabei Schadens- und Rüstungsboni.

Unabhängig von den Profilen können wir immer drei Fähigkeiten aus allen Bereichen ausrüsten. Da es kein Maximum beim Erfahrungslevel des Charakters mehr gibt, lassen sich theoretisch auch alle Fähigkeiten voll ausbauen. Je mehr Punkte in einen der drei Bereiche investiert werden, umso höher steigt das Level der zugehörigen Profile und damit dann auch wieder die jeweiligen Boni.

Bei den Fähigkeiten selbst sehen wir viel bekanntes, das teilweise jedoch überarbeitet wurde wie beispielsweise der biotische Wurf. Hinzu kommen jedoch auch noch neue Skills, wie unter anderem der Flammenwerfer und die Relikt-VI, mit denen wir den Gegnern ziemlich effektiv zu Leibe rücken können.

Bevor ein Ausrüstungsteil hergestellt werden kann, muss es erforscht werden. Bevor ein Ausrüstungsteil hergestellt werden kann, muss es erforscht werden.
Die optionalen Verbesserungen sorgen dafür, dass unsere Panzerung beispielsweise die Fähigkeiten oder den Waffenschaden verstärkt. Die optionalen Verbesserungen sorgen dafür, dass unsere Panzerung beispielsweise die Fähigkeiten oder den Waffenschaden verstärkt.
Bevor ein Ausrüstungsteil hergestellt werden kann, muss es erforscht werden. Bevor ein Ausrüstungsteil hergestellt werden kann, muss es erforscht werden.
Die optionalen Verbesserungen sorgen dafür, dass unsere Panzerung beispielsweise die Fähigkeiten oder den Waffenschaden verstärkt. Die optionalen Verbesserungen sorgen dafür, dass unsere Panzerung beispielsweise die Fähigkeiten oder den Waffenschaden verstärkt.

Selbstgebaute Ausrüstung

Erstmals in der Mass-Effect-Reihe gibt es in Andromeda nun auch Crafting. Überall in der Galaxie finden wir dazu entsprechende Materialien, die wir über Planetenscans ausfindig machen.

Materiallieferungen können wir freischalten, wenn wir die Nexus aufleveln. Dazu müssen wir einfach nur Erfahrungspunkte über Story- und Nebenmissionen sammeln. Mit jedem Nexuslevel erhalten wir eine Kryokapsel, die für mehr Bevölkerung auf der Nexus sorgt. Je nach dem, aus welchem Bereich wir Leute aufwecken, erhalten wir unterschiedliche Boni.

Zusätzlich können wir das Crafting-Material aber auch einfach bei den Händlern und direkt über ein Händerterminal auf der Tempest kaufen. Umfangreiche Sammelausflüge, wie es sie bei Dragon Age: Inquisition gab, sind diesmal also nicht mehr nötig.

An der Forschungsstation der Tempest können wir die Blaupausen freischalten, durch die wir die gesammelten Materialien in Waffen, Rüstungsteile sowie Mods und Verbesserungen umwandeln können. Dazu sind Forschungspunkte nötig, die es in drei Kategorien gibt: Milchstraße, Heleus und Relikt. Die Milchstraßen-Pläne beinhalten dabei altbekannte Gegenstände (inklusive N7-Panzerung und -Waffen), die anderen beiden liefern völlig neue Waffen und Panzerungen. Die Punkte erhalten wir für das Scannen – sowohl auf Planeten als auch in Gebäuden, Siedlungen etc. 

Der Multiplayer Der Multiplayer

Der Multiplayer

Wie schon Mass Effect 3 hat auch Andromeda wieder einen kooperativen Multiplayer bekommen. Dabei kämpfen sich vier Spieler in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch Gegnerwellen, hin und wieder warten noch zusätzliche Aufgaben wie das Deaktivieren von Geräten.

Dabei stehen dem Spieler eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere aller Spezies – mit Ausnahme der Kett – zur Verfügung, die über die gleichen Fähigkeiten verfügen, mit denen man sich im Singleplayer bestens vertraut machen kann.

Ein großer Unterschied zur Kampagne ist jedoch, dass die Charaktere hier festgeschriebene Klassen und Skills haben. Wir müssen uns also entscheiden, ob wir zum Beispiel lieber mit Tech-Fähigkeiten oder biotischen Kräften ausgestattet loslegen wollen. Es ist jedoch nach jeder abgeschlossenen Runde möglich, einen anderen Charakter auszuwählen.

Über die sogenannten APEX-Missionen ist der Multiplayer mit dem Singleplayer verbunden. Hier können wir zusätzliche Ressourcen oder Ausrüstungsgegenstände für Ryder erspielen. Wer jedoch kein Fan von Multiplayern ist, der geht nicht leer aus. Am Strike-Team-Terminal auf der Tempest können Teams auch für APEX-Missionen abgestellt werden und die Belohnungen erspielen.

Fazit Fazit

Fazit

Als BioWare damals den Nachfolger von Mass Effect 3 angekündigt hat und erklärte, dass Shepard und die alte Crew keine Rolle mehr spielen würden, war ich skeptisch. Wie sollte ein Mass Effect ohne die zentrale Figur funktionieren, die die Spiele in gewisser Weise verkörpert hatte? Wäre das dann überhaupt noch ein richtiges Mass Effect?

Heute bin ich mehr als froh, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht habe. Mass Effect Andromeda ist auf jeden Fall ein vollwertiger Teil der Serie, der auf altbewährten Elementen und Stärken aufbaut, aber auch so viel Neues mit sich bringt, dass man nie den Eindruck bekommt, das alles schon einmal gesehen zu haben. 

Und auch Ryder enttäuscht nicht, ganz im Gegenteil: Der Pathfinder ist ein absolut würdiger Nachfolger für Shepard. Durch das neue Dialogsystem bin ich mit meinen Antworten viel flexibler und fühle mich seltener in eine Ecke gedrängt. Abgesehen davon sind die flapsigen Dialogoptionen immer wieder für einen Lacher gut. Das schafft aber auch das neue Team ausgezeichnet. Allen voran der alte, knurrige Kroganer Drack, den ich dadurch umso schneller ins Herz geschlossen habe.

Bisher habe ich rund 70 Stunden in Mass Effect Andromeda gesteckt und bin mir sicher, dass es mindestens noch einmal so viele werden. Das Universum, das BioWare da auf die Beine gestellt hat, bietet auf jeden Fall noch genug Möglichkeiten zur Erkundung. Ich habe noch lange nicht alles von Andromeda gesehen. 

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