Virtual Reality

Eagle Flight – Vogelfrei im Virtual Reality-Titel von Ubisoft

19.11.2016
Autor: Constanze Thiel
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Eagle Flight Eagle Flight

Fliegt als Adler durchs menschenleere Paris - in Eagle Flight, das jüngst für Oculus Rift und PlayStation VR erschienen ist und im Dezember auf HTC Vive kommt.

Die Natur hat sich Paris 50 Jahre nach dem Ende der Menschheit zurückgeholt. Durch die Straßen der französischen Hauptstadt streifen Zebraherden und Giraffen, Bäume erobern berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre-Dame. Das ist die Welt, über der ihr in Eagle Flight eure Schwingen ausbreitet, denn im jüngsten Virtual Reality-Titel aus dem Hause Ubisoft schlüpft ihr in das Federkleid eines majestätischen Raubvogels. Seit kurzem ist Eagle Flight für Oculus Rift und PlayStation VR erhältlich, HTC Vive-Nutzer müssen sich noch bis 20. Dezember gedulden.

Eagle Flight bietet euch sowohl Single- als auch Multiplayer-Spielspaß. Seid ihr alleine unterwegs, erkundet ihr eine offene Spielwelt, wie ihr sie aus der ebenfalls von Ubisoft entwickelten Assassin’s Creed-Reihe kennt. Ein vergleichbares Grafik-Spektakel ist Eagle Flight aber nicht. Die schlichten Texturen fallen allerdings nicht so sehr ins Gewicht, weil ihr als flinker Adler ja an keinem Ort lange verweilt, sondern euch pfeilschnell den Weg durch die überwucherte Metropole bahnt, um auf immer neue herausfordernde Missionen zu stoßen. Dazu zählen zeitbasierte Challenges, die euch durch erdrückend enge Tunnel führen, das Einsammeln von Federn, die im gesamten Stadtgebiet verstreut sind, oder das Wachen über verletzte Artgenossen, bis diese einen geschützten Ort gefunden haben.

Eagle Flight Eagle Flight

Wer gerne als Solist unterwegs ist, kann sich in Eagle Flight auf eine rund vierstündige Kampagne freuen. Einige der Inhalte werden aber erst dann freigeschaltet, wenn ihr gewisse Zeitlimits einhaltet, Missionen also mit Bravour meistert. Doch im Grunde ist all das nur Vorbereitung auf die Königsklasse – den Multiplayer-Modus.

Die Mehrspieler-Mechanik erinnert an typische Capture the Flag-Modi, statt auf dem Erdboden zu kämpfen, schwingt ihr euch aber mit euren Teammitgliedern in luftige Höhen. In Multiplayer-Runden können unterschiedliche große Mannschaften gegeneinander spielen, wobei das Kräfteverhältnis aber immer gewahrt bleibt: Maximal sechs Teilnehmer (3 vs. 3), aber auch nur zwei miteinander konkurrierende Spieler sind möglich. Der Spielmodus ist dabei stets derselbe: Eagle Flight lässt die beiden Teams um ein Kaninchen kämpfen. Wird der leblose Körper des Tieres im eigenen Nest abgelegt, gibt es einen Punkt für die entsprechende Mannschaft. Nachdem eine gewisse Zeitspanne vorüber ist, gewinnt das Team mit den meisten Punkten.

Obwohl der Multiplayer-Modus die Zusammenarbeit der Raubvögel in den Mittelpunkt stellt, bietet Eagle Flight seinen Spielern keinen Voice Chat. Was schade ist, denn um das strategische Vorgehen des eigenen Teams sorgfältiger planen zu könne, wäre dieser schon recht praktisch gewesen. Davon abgesehen liefern aber auch die Mehrspieler-Gefechte von Eagle Flight eine runde VR-Spielerfahrung.

Eagle Flight Eagle Flight

Einen großen Anteil daran hat die intuitive Steuerung, mit der euch Ubisoft die volle Kontrolle über das wendige Raubtier gibt. Um Motion Sickness zu verringern, steuert ihr den Adler durch die Bewegungen eures Kopfes. Grundsätzlich ist eure Blickrichtung also auch immer die Flugrichtung des Greifvogels. Lehnt ihr euren Kopf für längere Zeit in eine Richtung, vollführt ihr hoch über den Dächern des virtuellen Paris eine Kehrtwende. Zudem nutzt ihr das Gamepad, um die Fluggeschwindigkeit zu beeinflussen.

Diese Steuerung gestaltet das Virtual Reality-Spiel so angenehm, dass Spieler über einen ausgedehnten Zeitraum die Open World erkunden oder sich im Mehrspieler-Modus mit anderen lange messen können, ohne dass dabei Schwindelgefühle aufkommen. Für VR-Neulinge und diejenigen unter euch, die zu Motion Sickness tendieren, ist die Steuerung von Eagle Flight ein wahrer Segen. Allerdings bietet die Solo-Kampagne einige Missionen, die Einsteiger überfordern könnten. Und in den Multiplayer sollten sich Virtual Reality-Frischlinge auch erst wagen, nachdem sie einige Zeit durch die offene Spielwelt geflattert sind.

Eagle Flight Eagle Flight

Fazit: Ubisofts Eagle Flight ist ein empfehlenswerter Geschicklichkeitsspaß für VR-Anfänger wie -Profis und vorbildlich bei Steuerung und Komfort. Ein wenig mehr spielerische Tiefe und grafische Finesse hätte der Titel aber gut vertragen.

 

Übrigens: VR-Fans sollte sich auch mal das von Crytek entwickelte Dino-Adventure Robinson: The Journey näher ansehen. Und wer schon immer einmal in Virtual Reality um die Welt reisen wollte, kann sich jetzt über Google Earth VR für HTC Vive freuen.

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